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Vorausrüstfahrzeug (VRF)

Das Vorausrüstfahrzeug Blindenmarkt wurde auf einem Mercedes Benz Sprinter 519CDI 4x2 Kastenwagen von der Firma Rosenbauer in Neidling (NÖ) aufgebaut. Das Fahrgestell wurde von der ortsansässigen Firma Figl angekauft. Das Fahrzeugkonzept wurde von dem aus 7 Mitgliedern bestehenden Fahrzeugausschuss der freiwilligen Feuerwehr Blindenmarkt ausgearbeitet. Das Fahrzeug sollte folgende Voraussetzungen erfüllen: Einsatzleitstelle, Erstangriffsfahrzeug für Menschenrettung und Kleinbrände sowie Mannschaftstransport. 

 

  • Fahrgestell: Mercedes Benz Sprinter 519CDI 4x2 KAWA mit Hochdach
  • Motor: 6 Zylinder Dieselmotor 140 kW/190 PS
  • Getriebe: 7-Gang-Automatikgetriebe 
  • Höchst zulässige Gesamtmasse: 5300kg
  • Radstand: 3665mm
  • Besatzung: 1:7
  • Aufbau: Rosenbauer CL
  • Löschsystem: Poly-CAFS Skid SL50

Aufbau und Beladung:

Das VRF ist mit der Pflichtausrüstung Baurichtlinie des NÖLFV beladen. Der Mannschaftsraum dient vorwiegend als Einsatzleitung bei größeren Schadensereignissen. Dazu kann über einen 1300 Watt starken Wechselrichter ein WLAN – Router, ein Bildschirm und ein Laptop betrieben werden. Man kann auch ein Whiteboard hinter den Beifahrersitzen oder an einem Drehsitz montieren. Der Mannschaftsraum wurde so gebaut, dass zwei Personen die beiden Fahrzeugfunkgeräte über ein Headset mit Fusstaster oder über ein Faustmikrofon bedienen können. Zusätzlich kann eine dritte Person am Arbeitstisch mitarbeiten. Im vorderen Blaulichtbalken wurde ein Lautsprecher verbaut, auf welchen man Durchsagen, Radio, Funk 1 oder Funk 2 aufschalten kann. Für etwaige Lagebesprechungen kann für die Durchsagen ein Funkmikrofon verwendet werden. Zwischen Fahrer und Beifahrer kann die Halterung samt dem Atemschutzerkundungsgerät, dieses dient dazu, damit der Einsatzleiter sich kurz in einem verrauchten Bereich aufhalten kann und bei Fahrzeugbränden den Strahlrohrführer vor Atemgiften zu schützen, entnommen werden um einen Sitzplatz zu gewinnen. Der Beifahrer hat auch die Möglichkeit Funkgespräche über ein zweites Faustmikrofon abzusetzen. Im Geräteraum findet man einen 8kVa Stromerzeuger, welcher das Hydraulikaggregat mit 230V versorgt. Die beiden Aggregate stehen auf zwei Auszügen. Für das Schanz – und Brechwerkzeug wurde eine Werkzeuglade verbaut. 

Löschsystem:

Die Poly-CAFS SL50 fasst 50 Liter Wasser und hat einen 3,5 Liter großen Schaummittelbehälter eingebaut. Befüllt wird dieser mit einem Fomtec AFFF Schaummittel. Betrieben wird die Löschanlage mit einer 6 Liter 300 Bar Pressluftflasche. Der 20m lange Formtex-Schlauch reicht aus um Kleinbrände zu bekämpfen und den Brandschutz bei Verkehrsunfällen sicher zu stellen. Zusätzlich wurde im Heck eine C-Kupplung, für eine Fremdeinspeisung durch das HLF3-T, verbaut. Es kann also gewählt werden, ob der Löschangriff über die Poly-CAFS Anlage durchgeführt wird oder über die Fremdeinspeisung, wenn zum Beispiel der Löschmittelbehälter leer ist.  

Beleuchtung:

Außen wurden links und rechts drei und im Heck zwei Umfeldscheinwerfer angebracht. Außerdem wird ein Stativ mit einem 50 Watt LED Scheinwerfer im Fahrzeug mittransportiert. Der Mannschaftsraum wird mit 5 LED-Lampen gut ausgeleuchtet. Die beiden Lampen über dem Schreibtisch können separat weggeschalten werden um ein Blenden im Bildschirm zu vermeiden. Beim Beifahrer auf der A – Säule wurde eine Schwanenhalsleuchte montiert.

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